Definition eines einzelnen Ankers
Der folgende Artikel gibt einen vollständigen Überblick über alle Verankerungsfälle, die in IDEA StatiCa Detail definiert werden können.
Vor Ort gegossen
- Bewehrung (ab Version 25.0)
- Unterlegplatte (ab Version 25.1)
- Bolzen mit Kopf (ab Version 25.1)
Nachinstallierte (Klebe-)Dübel
- Bewehrung (ab Version 25.0)
- Gewindestange (ab Version 25.1)
Eingegossen
1. Bewehrung
Befestigungsmittel können direkt für jede einzelne Platte definiert werden. Der Benutzer kann eine unbegrenzte Anzahl von Befestigungsmitteln hinzufügen und sogar verschiedene Typen innerhalb einer einzigen Platte kombinieren. Diese werden als gerippte, in Beton eingebettete Bewehrung modelliert, wobei die Verbundfestigkeit wie bei der Standardbewehrung nach den Vorschriften berechnet wird. Auf der Ankerseite kann ein Verankerungstyp angegeben werden, der identisch mit der Bewehrungsverankerung funktioniert. In diesem Fall wird eine Verankerungsfeder verwendet, wobei der β-Faktor durch das gewählte Regelwerk bestimmt wird.
- Gerade: Die Dübel können in Reihen und Positionen nach einem vordefinierten Schlüssel angeordnet werden (ähnlich wie bei der Anordnung von Schrauben in Verbindungen). Es können Material, Länge und Durchmesser sowie ein Verankerungstyp festgelegt werden.
- L-förmig: Die Endkonfiguration wird als L-Form mit einer editierbaren Hakenlänge definiert.
- U-förmig: Eine durchgehende Reihe von Bewehrungen, die eine U-Form bilden und auf beiden Seiten verbunden sind.
2. Unterlegscheibe
Die Unterlegplatte wird als ein direkt mit dem Ankerschaft verbundenes Plattenschalenelement modelliert, das die Last ausschließlich durch Druckkontakt auf den Beton überträgt. Sie kann entweder in kreisförmiger oder quadratischer Form definiert werden, wobei die Abmessungen vollständig anpassbar sind. Die Platte selbst wird linear modelliert, ohne Plastizität, und unterliegt keinen Widerstandsnachweisen. Da der Schaft keine Verbundfestigkeit aufweist, wird die gesamte Last über die Unterlegplatte auf den Beton übertragen.
3. Bolzen mit Kopf
Dieses Element verhält sich mechanisch wie eine Unterlegscheibe, ist jedoch mit entsprechenden, in der MPRL verfügbaren Materialsorten versehen. Kopfbolzen können auch in Gruppen innerhalb des Elements "Eingegossen" angeordnet werden.
Mit einer neuen Steuerungsoption kann festgelegt werden, welche Dübelgruppe bestimmte Lastarten überträgt, z. B. die Zuweisung von Scherkräften an Bolzen, während die Bewehrung Zug und Druck überträgt.
Darüber hinaus wurde ein Anschlagkriterium eingeführt, um die Auszugskapazität in Übereinstimmung mit den Anforderungen der Norm nachzuweisen. Die Grenzwerte für den Kontakt zwischen Kopf und Beton bzw. Scheibe und Beton werden nach den einschlägigen Normen berechnet und in einer eigenen Tabelle dargestellt, einschließlich des normativen Verweises und der maßgeblichen Formel für die Grenzkraft.
Nachinstallierte Dübel
1. Bewehrung
Diese Anker sind als Stäbe konzipiert, die in Bohrlöcher eingebaut und mit dem umgebenden Beton mittels Klebstoff verbunden werden. Die Bemessungshaftung wird direkt vom Ingenieur auf der Grundlage der technischen Dokumentation des gewählten Klebstoffprodukts festgelegt.
2. Gewindestange
Die Funktionsweise ist dieselbe wie bei der nachträglich eingebauten Bewehrung, jedoch mit dem Vorteil, dass die MPRL vordefinierte Standardwerkstoffsorten speziell für Gewindestangen anbietet.
Integration mit IDEA StatiCa Anschluss und Codes
Diese Optionen sind auch mit IDEA StatiCa Connection vereinbar. Wie dies auf die verschiedenen Normen abgestimmt ist, zeigt die folgende Tabelle.
Mehr zu den Optionen der Verankerungsplatten (Grundplatte, eingegossene Platte) finden Sie in einem separaten Artikel.
Freigegeben in IDEA StatiCa Version 25.0, aktualisiert in Version 25.1.