Tamahú-Brücke

Tamahú | Guatemala
Die Tamahú-Brücke ist ein wichtiges Infrastrukturprojekt, das die Region Ost-Guatemala mit dem Rest des Landes verbinden soll. Die Brücke soll die erheblichen Verkehrsprobleme in dem Gebiet verringern, die vor allem durch häufige Straßenschäden aufgrund von Erdrutschen und instabilen Bodenverhältnissen verursacht werden. Das Hauptproblem ist das Vorhandensein von Wasser im Boden, insbesondere im Bereich der Brücke.

Es wird erwartet, dass diese Route im Falle eines nationalen Notfalls für die Lieferung humanitärer Hilfe an die betroffenen Gemeinden von entscheidender Bedeutung sein wird. Desiderio Caal, Präsident des Rates für kommunale Entwicklung (Cocode) von Tamahú, betonte, dass die Brücke eine große Chance zur Förderung des Handels im Polochic-Tal darstellt.

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Bei der Einweihung der Brücke waren Präsident Alejandro Giammattei und die lokalen Behörden anwesend, die berichteten, dass etwa 120 000 Menschen von diesem Infrastrukturprojekt profitieren werden. Dieses Projekt ist Teil des nationalen Großprojekts Umweltschutz und Katastrophenvorsorge im Rahmen der nationalen Verteidigungspolitik 2021-2032.

Über das Projekt

Es handelt sich um eine Vollstahlbrücke, die vor Ort montiert wird, einschließlich des Stahldecks. Bei der Konstruktion handelt es sich um einen Warren-Fachwerktyp. Das Warren-Fachwerk besteht aus Längsträgern, die durch abgewinkelte Querträger miteinander verbunden sind, wodurch eine Reihe von abwechselnden, gleichseitigen Dreiecken entlang der Länge entsteht. Diese Konstruktion ergibt ein echtes Fachwerk, bei dem jede Strebe, jeder Balken oder jede Verbindung nur Zug- oder Druckkräften ausgesetzt ist, ohne dass Biege- oder Torsionskräfte auf sie einwirken.

Die Stahlbrücke besteht aus einer Kombination von I-Profil-Diagonalen und vertikalen Stützen mit kreisförmigen Hohlprofilen (CHS) in horizontaler Richtung. Die Verbindungen werden mit Hilfe von Knotenblechen hergestellt, die mit Bolzen verbunden sind und die strukturelle Steifigkeit und Stabilität gewährleisten.

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Die Brücke hat eine Länge von 60,0 m, eine Höhe von 9,7 m in der Mitte der Spannweite und eine Breite von 9,11 m im Brückenteil.

Der Entwurf wurde nach AGIES NSE 5.2-2018 (guatemaltekische Normen) und AASHTO LRFD Bridge Design erstellt.

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Der Überbau (Hauptstruktur) und der Unterbau (Fundamente) sowie das Lattenrostsystem wurden so entworfen, dass die Brücke leicht ist und in kürzester Zeit montiert werden kann.

Technische Herausforderungen

Eine der Herausforderungen war die Zeit, die für die Montage des Bauwerks benötigt wurde, da es sich um einen Notfall handelte, der in kürzester Zeit durchgeführt werden musste, um die Verkehrstragfähigkeit der Straße zu verbessern. Da sich die Regenzeit über fast die Hälfte des Jahres erstreckt, war eine rasche Baulösung unabdingbar. Darüber hinaus waren die komplexe Geometrie der Verbindung und die Spannungsverteilung kritische Faktoren, die sorgfältige Aufmerksamkeit erforderten.

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Eine weitere Herausforderung war die Komplexität der Verbindungen, insbesondere die Stabilitätsprobleme im Zusammenhang mit dem Ausknicken. Die Durchführung einer Knickanalyse, die alle Lastkombinationen bei unterschiedlichen Geometrien berücksichtigt, kann für jeden Ingenieur eine anspruchsvolle Aufgabe sein.

Lösungen und Ergebnisse

IDEA StatiCa Connection wurde speziell für die Lösung der Probleme eingesetzt, die im Rahmen des Projekts zu bewältigen waren.

Gerade wegen der schnellen Berechnung in IDEA StatiCa Connection, der Möglichkeit, viele Kombinationen gleichzeitig zu überprüfen, und des einfachen iterativen Prozesses, der eine mehrfache Wiederholung des Verfahrens ermöglicht, war das Tool ein großer Vorteil. Darüber hinaus sind die Ergebnisse sehr genau und werden in einem für jeden leicht verständlichen Format dargestellt.

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Dank CBFEM konnten die Ingenieure fortschrittlichere Analysen durchführen und überprüfen, ob die Knotenbleche nicht ausknicken. Auf diese Weise konnten sie sicherstellen, dass unser Entwurf sicher war, insbesondere bei einem Bauwerk von so großer Bedeutung und unter schwierigen Bedingungen. Die Möglichkeit, einfache Zeichnungen zu erstellen und Cloud-basierte Lösungen zu nutzen, erleichterte schließlich die Weitergabe des Entwurfs an die Hersteller, so dass alles klar verständlich war und Fehler bei der Produktion vermieden werden konnten.

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